Tabelle eines Automobilzulieferers über die Gaskonzentration
nach Airbagauslösung im Mercedes C320.
Grenzwerttabelle.pdf

Ärztliches Gutachten von Dr. Binz. 14.07.2006
DrBinzUntersuchung.pdf

Informationen zur Positronen-Emissions-Tomographie
PETInfo.pdf
www.hoerr-pet.de


AK-ZV 01 - Arbeitskreis Zielvereinbarung 01

Alle Teile eines PKW müssen vom Amt, der BAM, zugelassen werden. Nur der Airbag unterliegt ausschließlich der Aufsicht des AK-ZV01, einer internen Kontrolleinrichtung der Industrie.


In einem Telefonat im Sommer 2003 teilte mir Herrn Heinze von der BAM (Bundesanstalt für Material-forschung und –prüfung) in Berlin mit, dass alle Teile eines Fahrzeugs untersucht werden, bevor ein bestimmter Autotyp zugelassen wird. Das gilt mit einer Ausnahme: dem Airbag. Dieses Bauteil wird von AK-ZV 01 der deutschen Automobilindustrie in einer Art "Freiwilligen Selbstkontrolle" kontrolliert und durch sie für den Gebrauch frei gegeben. Das Kürzel steht für "Arbeitskreis Zielvereinbarung 01", in dem die Lieferantenbestimmungen zwischen Automobilbauern und Automobilzulieferbetrieben festgelegt sind. Im März 2004 schrieb ich per E-mail die Bundesregierung mit der Frage an:
Welche Inhaltsstoffe werden mit welchen Dosierungen bei einer Airbagexplosion im PKW frei, dass heißt im schlimmsten Falle, im worst case?
Welche Behörde der Bundesregierung könnte mir hierbei eventuell weiterhelfen?
Oder andere?

Am 17. März 2004 schreibt mir Frau Edith Schmitz vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, dass die Aufgabenverteilung innerhalb der Bundesregierung für mein Anliegen das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen vorsieht und zuständig sei. Zwei Tage später am 19. März 2004 schreibt Marina Klug vom Bundesministerium für Verkehr, dass das Ministerium leider nicht über Studien verfügt, die Aussagen über die Inhaltsstoffe bei einer Airbagexplosion treffen. Weiterhin schreibt Frau Klug, "Wir empfehlen Ihnen daher mit Instituten in Kontakt zu treten, die Forschungsprojekte zu diesem Thema führen. Der Verband der chemischen Industrie e.V. oder die Fraunhofer Gesellschaft sowie Hersteller von Airbags, ADAC oder DEKRA können Ihnen vielleicht weiterhelfen oder Empfehlungen geben." Am 26. März 2004 schreibt Herr Dipl.-Ing. Clemens Waschki / Technischer Regierungsoberinspektor z. A. von der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung der Abteilung Labor II.32 – Pyrotechnik zu meiner Anfrage vom 16. März 2004:
E-Mail vom 26. Mrz 2004 clemens.waschki@bam.de

In einem Dokument über die Gaskonzentration eines Airbagherstellers steht unter Schadgasgrenzwerte, dass der Airbag des C320 dieser Baureihe, die Stoffe Blausäure, Phosgen, Chlorgas und andere toxische Stoffe enthält. In weiteren Telefonaten im März 2004 und Oktober 2006 berichtet Herr Jochen Neutz vom Fraunhofer Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal, dass die Inhaltsstoffe von Airbags harmlos seien und die Forschungsaktivitäten der Hersteller dazu führten, dass seit spätestens Ende der Neunziger Jahre in deutschen Autos kein Natriumazid mehr verwendet wird. Auf Rückfrage bestätigte Herr Neutz, dass alle Fahrzeuge auf deutschen Straßen, die bis zu diesem Zeitpunkt gebaut worden sind und einen Airbag eingebaut hätten, auch im Durchschnitt 200 g Natriumazid in der Blackbox des Airbags an Bord hätten. Das Unfallauto C320 wurde im Herbst 2000 hergestellt.
Da die Inhaltsstoffe eines Airbags als harmlos gelten, machte ich mich auf den Weg um einen Airbag im Ersatzteilelager eines der großen Mercedes-Autohäuser zu kaufen. Der Verkäufer sagte mir, dass ich vom C320 jedes Ersatzteil in bar kaufen könnte, mit der Ausnahme des Airbags. Für einen solchen Einkauf müsste ich mich authorisieren lassen und a.) einen KFZ-Meisterbrief und b.) einen Sprengstoffschein vorlegen, dann könnte er mir auch dieses Ersatzteil verkaufen.

Was bedeutet dies nun genau für
- die Herstellung eines Airbags
- die Aufbewahrung eines Airbags
- den Kauf eines Airbags
- den Einbau eines Airbags?